Tag 18: Kater-Routine

So. Nachdem jetzt wirklich an fast jedem Tag etwas Spannendes passiert ist, war heute mal ein Tag, an dem absolut GAR NICHTS los war. Das Aufregendste war noch eine Fliege, die munter durch die Räume flog. Ansonsten habe ich mich intensiv meinem Routineprogramm gewidmet.

Bis jetzt habe ich das Routineprogramm nur am Rande erwähnt, aber ohne diese immer wieder vollkommen gleichen Bewegungsabläufe würde ich völlig aus dem Konzept kommen. Hier nun die weltweit ersten Bilder eines (mehr oder weniger) frei lebenden Katers bei der Anwendung des schon seit Jahrhunderten bewährten Dreier-Systems...

Essen:



Schlafen:



Toilette


Das Beste an der Routine ist wahrscheinlich, dass man sie, gerade an Tagen wo wirklich NIX los ist, so oft wiederholen kann, wie man will. Im Prinzip ist es ein ewiger Kreislauf, der nur gelegentlich von äußeren Faktoren wie Kraulen durch Zweibeiner oder Kratzen auf der Fußmatte unterbrochen wird. Ich glaube, ich erwähnte es bereits: Das Leben eines Katers ist einfach wunderbar...

Tag 17: Hoher Besuch

Heute war ein toller Tag, denn heute kam mich meine Familie besuchen! Ich habe mich natürlich riesig gefreut, immerhin habe ich meine Familie jetzt schon seit über zwei Wochen nicht gesehen. Vertraute Stimmen und Hände sind schon sehr beruhigend... Das Beste an der Sache: Meine Leute wissen wo's lang geht und haben mir gleich Nahrungs-Nachschub mitgebracht. Sehr aufmerksam... Nach der bei uns üblichen Begrüßungszeremonie hatte ich irgendwann auch wieder genug von der Knuddelei und verzog mich schließlich in mein Schlafzimmer. Ich war beruhigt, dass meine Familie offenbar die zwei Wochen auch ohne meine Hilfe gut überstanden hatten und schlief sofort ein...



Tag 16: Auf der Jagd

Ich hatte ja schon mehrfach über die tolle Gastfreundschaft in meinem Ferien-Appartment gesprochen. Das pünktlich servierte Essen, der Reinigungs-Service, kostenlose Massagen - genau das eben, was man von so einer Fünf-Sterne-Residenz eben auch erwarten kann. Da ich "All-Inclusive" gebucht habe, kann ich auch auf meinem Recht bestehen, unterhalten zu werden.

Anfangs wollten mich die zweibeinigen Hotelangestellten mit so einem bunten Feder-Wuschel beeindrucken, aber nach ein paar lieblosen Hieben mit meiner Tatze entfernten sie das nervige Ding dann auch aus meiner Sichtweite.

Viel spannender war das Animationsprogramm, das mir heute geboten wurde. Da ich als Kater einen nicht zu unterschätzenden Jagd-Instinkt besitze, üben sämtliche Variationen von "Fang das Ding" einen unwiderstehlichen Reiz auf mich aus. Heute Abend war es endlich so weit: Ich durfte mir mein Abendessen verdienen.

Das Spiel ging so: Ein Zweibeiner postiert sich am einen Ende des langen Flurs, der andere stellt sich am anderen Ende auf. Vorsichtig wird nun eine Kugel Trockenfutter den Flur entlang gerollt - wow! Welche Action, welch ein Spaß, fang das Ding erstmal ein!!! Wenn ich eine Kugel erfolgreich "erlegt" hatte, war die nächste dran, so lange, bis etwa eine Hand voll Kugeln den Weg in meinen Magen gefunden hatte.

Da die flinken Kugeln mir manchmal trotz größter Konzentration bei der Jagd entwischten, wurde schließlich manchmal auch noch mein Verfolger-Instinkt geweckt - nirgends waren die kleinen Biester vor mir sicher:



Nach diesem extremspaßigen, aber irgendwie auch extrem anstrengenden Jagdausflug brauchte ich unbedingt eine erfrischende Abkühlung. Dummerweise hatte ich das Schild "für Kater kein Wasser aus der Leitung" an der Eingangstür übersehen, und so begab ich mich nichts ahnend ins Bad, um eine kühle Dusche zu nehmen.

Hier die Dokumentation meines kläglich gescheiterten Versuchs:




Ich hatte keine Lust, jetzt extra noch den Klempner zu rufen, weshalb ich dann letzten Endes doch schweren Herzens wieder aus der Dusche stieg. Ich ging in die Küche, wo Wasser noch Wasser ist und wo es immer genau dann im Napf ist, wenn man es braucht: Nämlich immer, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Nicht so wie in dieser dämlichen kaputten Dusche...



Tag 15: Die Gefährten

Das Leben eines Katers ist, wie schon mehrfach an dieser Stelle berichtet wurde, spannend, abwechslungsreich und meistens sehr angenehm. Es gibt allerdings auch Momente, besonders im Urlaub, in denen sogar ich die Gesellschaft meiner Artgenossen etwas vermisse. Doch in dieser Ferienwohnung haben sie wirklich an alles gedacht. Meine neueste Entdeckung: Ein Plüschfiguren-Kabinett!

Alle großen Stars sind dabei - Flipper, King Kong, Diddl - sie sehen aus wie echt!!! Natürlich habe ich mich sofort dazu gestellt, denn ohne mich wäre diese VIP-Galerie ja irgendwie unvollständig:



Tag 14: Olympia

Meine Gasteltern behandeln mich ja eigentlich sehr gut. Ich werde gekrault, gebürstet und gestreichelt, das Essen kommt auf Kommando sofort in den Napf, und auch die Toilette wird regelmäßig zu meiner Zufriedenheit entleert. Sogar kleine "medizinische" Eingriffe an meinen Tränendrüsen (siehe Tag 13) gehören mittlerweile zum Routineprogramm.

Eine Sache jedoch scheint immer noch nicht ganz zu klappen - das Fernsehprogramm. In den letzten Wochen liefen ständig die olympischen Spiele, doch was ist mit Sendungen, die wirklich spannend sind, zum Beispiel Panda, Gorilla & Co. ? Alle Versuche, das Fernsehprogramm irgendwie mitbestimmen zu können, scheiterten bis jetzt. Meine Laute werden einfach völlig missverstanden! Warum muss "Mmmmaaaaauuuu" immer nur "Essen", "Klo" oder "Kraul mich" heißen...? Mehr als diese drei Kommandos verstehen die Zweibeiner offenbar nicht, sonst hätten sie mitbekommen, dass ich eigentlich nur mal selbst an die Fernbedienung wollte.

Naja, ich habe versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Inspiriert durch Olympia habe ich mit meinem eigenen Trainingsprogramm angefangen, um in vier Jahren dabei sein zu können. Da ich mich bis jetzt noch für keine Disziplin entscheiden konnte, trainierte ich eben für mehrere Sportarten gleichzeitig:

Turmspringen (Salto) :



100 Meter Kriechen
:



Marathon (Im Ziel) :



Wenn ich regelmäßig trainiere werde ich es schaffen, das weiß ich genau. Und auch für diesen Fall werde ich dann vorbereitet sein. In meiner letzten Trainingseinheit übte ich dann eben schon mal das Posieren für die Kamera - Gewinner sehen immer gut aus...



Tag 13: Shampoo

Sauberkeit ist für einen Kater mindestens genau so wichtig wie Essen und Schlafen. Daher ernannte ich den Sonntag kurzerhand zum Badetag. Katzenwäsche ist zwar sehr gründlich, doch nichts geht über ein ausgiebiges Schaumbad... Den Weg ins Badezimmer kannte ich ja bereits. In der Wanne angekommen stand ich nun erst einmal vor einem Dilemma: Welches Shampoo sollte ich bloß nehmen..?

Blaues Shampoo, grünes Shampoo, Anti-Schuppen-Pflegeshampoo - die Auswahl war einfach zu groß... Ich konnte mich zu keiner Entscheidung durchringen, also wählte ich den Weg des Samurai:

Hinlegen und schlafen.

Schon bald wurde mir das jedoch zu langweilig und ich machte mich auf den Weg in die Küche. Dort fand sich eigentlich immer etwas Spannendes, oder wenigstens etwas zu Essen. Ein neuer Gegenstand auf dem Fensterbrett weckte meine Neugier, und ich sprang hinauf. Vor einigen Tagen war ich schon einmal dort gewesen, um eine kleine grüne Pflanze zu inspizieren:

Dieses Mal erlebte ich eine Überraschung: Die Pflanze hatte sich verändert! Anscheinend hatte sie sich über Nacht in eine Sonnenblume verwandelt...

In diesem Haushalt geschehen wirklich merkwürdige Dinge. Verwirrt von so viel Hokus Pokus wechselte ich zum üblichen Programm:

Schlafen, Essen, Toilette.

Positiv zu erwähnen wäre noch das medizinische Engagement meiner Gasteltern. Sie erkannten im Laufe des Nachmittags, dass ich manchmal Probleme mit meinen Augen habe, genauer gesagt: Mit verstopften Tränenkanälen. Natürlich wehrte ich mich zunächst etwas gegen ihre Behandlung, aber am Ende war ich doch froh, von dem lästigen Sekret befreit worden zu sein. Meine blauen Augen kommen jetzt wieder viel besser zur Geltung...

Tag 12: Dinner for One

Nachdem meine privaten Masseure mich am Vortag mit ihrer Kunst verwöhnt hatten, machten sie sich heute wieder auf den Weg nach Hause. Lange noch sah ich ihnen aus dem Fenster nach, bis nur noch eine Staubwolke am Horizont zu erkennen war...

Einige Stunden und unzählige Staubwolken später saß ich immer noch auf dem Fensterbrett und starrte hinaus - es war ja schon spannend, was da draußen so vor sich ging. Doch nach einer Weile meldete sich ein alter Freund von mir - HUNGER !!! Da heute Spiegelei mit Spinat auf dem Speiseplan stand, begab ich mich zu Tisch und wurde diesmal auch sofort bedient:

Leider verströmte das Essen keinen vertrauten Geruch, so dass ich mich schließlich doch für mein übliches Menü entschied - dieses Mal in der Geschmacksrichtung "Wild und Geflügel". Die nette Kellnerin hatte jedoch mein Interesse geweckt, und so verbrachte ich mein Verdauungsschläfchen direkt auf ihrem Schoß:

Auch die Kellnerin war offenbar bei den beiden Massage-Profis in die Lehre gegangen, denn sie verwöhnte mich noch stundenlang mit Streicheleinheiten. Eigentlich hatte sie auch gar keine andere Wahl, denn ihre Beine waren so bequem, dass ich beschloss, meinen Platz bis zum Morgengrauen nicht wieder zu verlassen...

Tag 11: Die Invasion

Ich war schon den ganzen Tag unruhig gewesen, denn mir waren äußerst erschreckende Informationen zu Ohren gekommen: Angeblich erwarteten die Zweibeiner Besuch von zwei weiteren Vertretern ihrer Art. Das erschreckende daran war nur: Nach allem, was ich verstehen konnte, sollte es sich wohl um sogenannte "Kinder" handeln, was auch immer das bedeuten sollte...

Da ich keine Ahnung hatte, was auf mich zukommen sollte, beschloss ich, sofort Maßnahmen zur Sicherung meiner Essensvorräte zu ergreifen. Mein erster Gedanke war so einfach wie genial: Ich versuchte, den Zugang zur Küche zu blockieren.

Naja. Die Welt war wohl noch nicht reif für meine genialen Ideen - die feindliche Invasion ließ auf sich warten. Zu lange, um die ganze Zeit nur auf dem Boden herum zu liegen. Es mussten andere Maßnahmen getroffen werden, um mein Hab und Gut zu schützen.

Doch für lange Überlegungen blieb keine Zeit mehr - schnelles Handeln war gefragt. Ich entschied mich dafür, wenn nötig auch eine Flucht ins Auge zu fassen - um dann im Ernstfall Verstärkung holen zu können...

Der direkte Weg durch die Tür war versperrt, es blieben also nur die Fenster als Schlupfloch. Fenster Nummer 1 befand sich im Schlafzimmer.

Vorsichtig sah ich mich nach möglichen Verfolgern um...


...der Weg in die Freiheit schien zum Greifen nah...


...doch ich hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Das Fenster war mit einem unzerstörbaren Spezialnetz gesichert - ein Entkommen war ausgeschlossen.


Jetzt hatte ich wirklich ein Problem. Alle anderen Fenster waren verschlossen, und ich hörte bereits unmissverständliche Geräusche aus dem Treppenhaus - das mussten sie sein!

Blitzschnell versteckte ich mich:


Aber es war zu spät - die Zweibeiner hatten mich sofort entdeckt. Überraschenderweise hatten sie es jedoch gar nicht auf mein Futter abgesehen, sondern auf mich persönlich !!! Zu allem Überfluss waren sie auch noch bestens informiert - selbst meinen Namen hatten die Halunken irgendwie herausgefunden...

Glücklicherweise stellten sich meine Vermutungen schnell als Irrtum heraus. Bei den (etwas klein geratenen) Zweibeinern handelte es sich um KATZEN-MASSEURE, die meine Gasteltern wohl extra für mich eingeflogen hatten! Der Tag war gerettet.


Die beiden waren vom Fach, das merkte man gleich. Sie bürsteten und kraulten mich, als hätten sie noch nie in ihrem Leben etwas anderes getan. Es war herrlich! Ich bekam mit, dass die Massage-Profis sogar die Nacht über bleiben wollten - und alles wegen mir!


Da die Massage den ganzen Tag dauerte und es langsam spät geworden war, lud ich die kleinen Zweibeiner ein, die Nacht in meiner Ferienwohnung zu verbringen. Meine Gasteltern hatten anscheinend nichts dagegen, und so schlugen die Massage-Profis ihr Lager im Wohnzimmer auf.

In der Nacht habe dann ich offenbar geschlafwandelt, denn der männliche Vertreter der Zweibein-Masseure berichtete mir später folgendes: Angeblich sei ich mitten in der Nacht zu ihm auf die Schlaf-Couch geklettert, um mich dann eingerollt neben seine Füße zu legen. Wer weiß - vielleicht habe ich von einer Fußmassage geträumt...

Tag 10: Neuer Rekord

Ich habe das Gefühl, vollständig angekommen zu sein in meiner neuen Umgebung. Meine Gasteltern wechseln ständig die Räume (warum auch immer) - und es ist mir inzwischen völlig egal, ob ich dabei gerade in ihrem Weg herumliege... Die Hauptverkehrsader scheint der Flur zu sein, deswegen halte ich mich dort auch gerne mal langgestreckt auf den Dielen auf, bis einer kommt und mich krault.

Ansonsten habe ich heute einen neuen Rekord im Dauerschlafen aufgestellt - abgesehen von wenigen kurzen Unterbrechungen zwecks Essen und Klo ist den Tag über echt nicht viel gelaufen, wie man auf diesem Bild sehr schön sehen kann:


Mit dem Essen habe ich mich heute mal wieder etwas zusammengerissen - und es war auch mal wieder in Ordnung, nur eine ganze Dose Nassfutter pro Tag zu sich zu nehmen. Für mehr blieb wegen meines Schlaf- und Gammelmarathons eh keine Zeit...

Tag 9: Fit for Fun

Als Kater muss man sich fit halten. Jeden Tag. Essen, schlafen und auf Toilette gehen sind nicht gerade hilfreich dabei, sich in Form zu bringen. Besser sind da schon Liegestütze - im Stand. Heute habe ich in der Bibliothek trainiert. Die Bilder sprechen für sich:


Nachdem ich diese Übung unzählige Male wiederholt hatte, war ich irgendwie... geschafft. Im Fitness-Center wäre ich jetzt in die LOUNGE gegangen - hier blieb mir nur der Flur. Immerhin steht dort eine Art Wellness-Hocker mit Kissenbezug - der ideale Platz für das, was ich jetzt vor hatte: Einen dicken Larry markieren.


Yeah...


Tag 8: Kung-Fu Kater

Selbstverteidigung ist eine ernste Sache. Besonders für Kater. Man stelle sich vor, ein anderer Kater taucht auf und will einem das Revier streitig machen, oder noch schlimmer - ein Zweibeiner sträubt sich gegen sofortige Ausführung einfachster Kommandos. In solchen Fällen heißt es Nerven bewahren. Gut, wer da etwas von der uralten Katzen-Kampfkunst versteht.

Als Träger des durchsichtigen Gürtels führe ich fast täglich meine Übungen durch, um in einer brenzligen Situation sofort das Heft in die Hand ÄH - Pfote nehmen zu können. Die Basis-Übungen sind für jeden Kater leicht erlernbar.


Grundstellung: Die müde Mieze



Erweiterte Grundstellung: Der schlafende Stubentiger
(
Innere Balance durch Meditation)



Doppelter Hinterpfoten-Kick



Bei Angriff: In Deckung gehen!


Wenn die Basis-Übungen sitzen und die innere Balance gefunden ist, wird es Zeit für die Essenz aller Kater-Kampfkünste. Das folgende Element habe ich selbst erfunden. Ich nenne es den

"Kami-Katze"-Kick


Natürlich ist es ratsam, die Jahrtausende alte Kampfkunst der Kung-Fu Kater nur im Ernstfall anzuwenden und nicht unnötig damit anzugeben. Besonders gegenüber Zweibeinern ist hier höchste Vorsicht geboten. Deshalb tue ich immer so, als würde ich schlafen und mich dabei wie irre verrenken. So schöpft garantiert keiner von diesen Dumpfnasen auch nur den leisesten Verdacht...

Tag 7: Komfort Deluxe

So langsam habe ich mich hier eingelebt. Sehr gut sogar: Die Zweibeiner hören fantastisch auf meine Kommandos, ich hänge den ganzen Tag in der Wohnung rum und wenn ich will, werde ich gekrault und gebürstet. Habe übrigens den Trick mit der Haarknödel-Suppe heute Nacht noch einmal gemacht - tolles Ergebnis, ich sag Euch: Die Bürste war voll! Glaube jetzt behalte ich meine Knödel erst mal bei mir...

Für meine Siesta habe ich mal wieder einen neuen Ort gefunden. Der männliche Zweibeiner war so nett, mir ein Kissen zu organisieren, damit ich es mir am Küchentisch gemütlich machen konnte. So habe ich den Weg zum Futter praktisch auf Null reduziert. Hier sieht man mich in einem Video, wie ich mir meinen Platz erobere und dann bei Tisch auf mein Essen warte:



Überhaupt hat sich meine Leistung, was das Essen angeht, in den letzten Tagen beträchtlich gesteigert. Hier mal eine kleine Übersicht:

Tag 1-3: Eine Dose Nassfutter am Tag (+ Trockenfutter am Abend)
Tag 4-6: Anderthalb Dosen Nassfutter (+ Trockenfutter am Abend)
Heute:
Zwei Dosen Nassfutter !!! (+ Trockenfutter am Abend)


Ich gebe zu, manchmal bin ich da schon etwas dreist - (ich jammere einfach so lange, bis sich die trägen Säcke endlich bewegen und mir Nachschub organisieren) - aber wozu ist man schließlich im Urlaub?!

Das Essen hier ist übrigens ganz ok. Im Prinzip sogar sehr ähnlich dem, was ich zu Hause immer so vorgesetzt bekomme. Erstaunlich ähnlich. Sogar der kleine "Leckerli-rüberstreuen-wenn-das-Nassfutter-nicht-schmeckt"-Trick klappt hier ausgezeichnet.

Das Kissen war übrigens so weich und kuschelig, dass ich schließlich darauf einschlief:


Den Rest des Tages brachte ich eigentlich nur noch mit Dösen zu. Urlaub, ne? Erwähnte ich ja bereits. Nachts machte ich mir dann einen Spaß daraus, meine Gasteltern mit groovigen Kratz-Geräuschen auf dem Türvorleger im Flur und direkt im Schlafzimmer zu beglücken. Ich glaube, das hat ihnen sehr gefallen...

Tag 6: Einfach haarig

Ich hatte es mir für die Nacht gerade in der kuscheligen Ecke im Flur bequem gemacht, als ich auf einmal den Drang verspürte, den Flur zu verunreinigen. Ich meine, wenn ich schon mal bei fremden Leuten bin, dann aber auch mal richtig vom Leder ziehen...

Ich entschied mich dann für die haarige Variante. Glücklicherweise hatte ich in meinem Magen noch einige Eigenfell-Vorräte gesammelt, und so war es leicht, diese einfach zu einem Knäuel zusammenzubauen - und auszuspeien. Noch etwas Magensaft beigemischt, und fertig war meine leckere Fellknödelsuppe.

Das ganze hatte den von mir erhofften Effekt: Als die Zweibeiner die Sauce am nächsten Morgen im Flur fanden, kamen sie gleich auf die Idee, mich mal ordentlich durchzubürsten. WELLNESS !!!

Erst kraulten sie mich...


Dann kraulte ich sie...


...und am Ende waren alle happy:


Nach dieser wirklich äußerst entspannenden Enthaarungs-Aktion nahm ich mir vor, es in der nächsten Nacht mit der gleichen Masche nochmal zu probieren...

Tag 5: Platztausch

Nachdem ich in den letzten Tagen meine Schlaf-Sessions meistens in der gemütlichen Kammer abgehalten hatte, wurde mir das nun zu langweilig. Wenn man schon den ganzen Tag verpennt (Urlaub ist toll...), warum dann nur an einem Ort? Der erste Eindruck meiner Behausung war zwar eher mäßig, aber mittlerweile hatte ich doch ein paar interessante Schlafplätze gefunden:

Neben dem Klavier im Schlafzimmer:


Auf einem Stuhl in der Küche:
(Bild anklicken für größere Ansicht meiner Zähne)


In einer kuschligen Ecke im Flur:


Bei so vielen tollen Schlafmöglichkeiten fällt die Wahl natürlich schwer. Deswegen war ich heute eigentlich ständig unterwegs von einem Platz zum nächsten. Abwechslung kann ja nicht schaden, auch wenn es nur ums Schlafen geht...

Tag 4: Neues Revier

Der Tag verlief harmlos. Essen, schlafen, um Essen betteln, essen, Toilette, schlafen, usw. ... Am frühen Abend hatte ich dann langsam genug von diesem langweiligen Tagesablauf und beschloss, mich in der Hütte hier mal ein wenig umzusehen.

Aus einem Zimmer am Ende meines Flurs hörte ich gedämpfte Stimmen. Was würde ich dort wohl entdecken? Meine Neugier war geweckt und ich machte mich auf den Weg.

Das Zimmer machte einen interessanten Eindruck, und so versuchte ich mir zuerst einmal einen guten Überblick von oben zu verschaffen.


Der Ausblick von hier oben war gut - aber irgendwie hatte ich auf einmal wieder Hunger... Naja, den Rest könnt Ihr Euch ja denken. Essen, schlafen, Toilette, schlafen...

Tag 3: Die Kammer

Das war eine Nacht! Hätte nicht gedacht, dass der Küchenfußboden so bequem sein kann. Habe mich dann aber doch mal nach Alternativen umgesehen, und für meinen Mittagsschlaf gleich etwas Passendes gefunden: Die Speisekammer meiner Gasteltern! Eigentlich gar nicht mal so schlecht - mit Teppich zum Kuscheln und außerdem nah am Futternapf.

Das Foto entstand per Selbstauslöser - ich war wohl schon eingeschlafen...


Überhaupt habe ich den Rest des Tages nur mit Schlafen verbracht - oder mit Essen. Naja gut, ab und zu war ich auch noch mal auf der Toilette...

Faul sein ist toll.

Tag 2: Entdeckungen

Der Tag fing gemächlich an. Der Zweibein-Mann verließ schon um 5:00 Uhr morgens das Gebäude, um einer unbekannten Tätigkeit nachzugehen. Anscheinend hatte er es eilig, meiner Forderung nach Frühstück kam er jedoch ohne Murren nach.

Als auch seine Mitbewohnerin sich aus der Wohnung entfernt hatte, fuhr ich mit meiner Inspektion der Räumlichkeiten fort. Das Reisebüro hatte tatsächlich Recht gehabt: Hier gibt es jede Menge zu entdecken...

Zuerst machte ich es mir auf dem Bett der armseligen Zweibeiner bequem. Hier ist es weich und angenehm, und außerdem völlig sicher - denn die zwei Gestalten sind ja anscheinend selten anwesend.


Nachdem ich mich etwas vom Faulenzen ausgeruht hatte, verspürte ich auf einmal ein unglaublich heftiges Verlangen nach WELLNESS. Gesagt getan, begab ich mich also in den als "Badezimmer" deklarierten Bereich.


Der Schock ließ nicht lange auf sich warten...



KEIN WASSER!!!



Jetzt hatte ich endgültig die Faxen dicke. Nicht mal automatisches Wasser in der Badewanne?! Was soll das denn bitte?! Wahrscheinlich erwarten diese Höhlenmenschen, dass ich den Hahn selbst aufdrehe... Aber da haben sie sich geschnitten, ich werde doch im Urlaub nicht noch selber Hand - ÄH - Pfote anlegen... Die beste Pflege ist eben immer noch die klassische Katzenwäsche.

Ich hatte genug von diesem Mist und beschloss, meinen Mittagsschlaf fortzusetzen. Später am Abend gab es dann noch leckeres Trockenfutter, mmhh.... Nach dem Essen war ich so müde, dass ich mich einfach auf den Küchenboden fallen ließ und sofort einschlief...